I. Bornavirus-Forschung
Ob das bei Tieren als Krankheitserreger seit langem bekannte Bornavirus auch eine Infektionsgefahr für Menschen begründet, ist in der Wissenschaft umstritten. Die Entscheidung der Leitung des Robert-Koch-Instituts (RKI), die Bornavirus-Forschung einzustellen, hat im Kreis der unmittelbar involvierten Fachwissenschaftler eine heftige Debatte ausgelöst. Auch das Gesundheitsministerium und der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages sind mit der Angelegenheit befasst. Forschungspolitische Entscheidungen dieser Art werden in der Regel hinter verschlossenen Türen gefällt. Kontroversen darüber gelangen, auch aus dienstrechtlichen Gründen, selten an die Öffentlichkeit. Wir halten dieses strukturelle öffentliche Informationsdefizit aus angebbaren Gründen (ad exemplum Bornavirus-Forschung) (D. Deiseroth, Der offene und freie Diskurs) für nicht hinnehmbar, ja für gefährlich. Darum veröffentlichen wir an dieser Stelle exemplarisch alle wichtigen Informationen, die uns zum Abbruch der Bornavirus-Forschung am RKI zugänglich gemacht werden. Dr. Dieter Deiseroth, Annegret Falter "Hausmitteilung des Robert-Koch-Instituts (aus: www.rki.de) Einstellung des Projektes Bornavirus am Robert-Koch-Institut" (Dezember 2005) Auskunfts- und Akteneinsichtsbegehren nach dem Informationsfreiheitsgesetz an das Robert-Koch-Institut (RKI) vom 6.4.2006 Antwortschreiben des RKI vom 17.5.2006 Schreiben an Prof. Dr. Hanns Ludwig vom 24.5.2006 Schreiben von Prof. Dr. Hanns Ludwig vom 24.6.2006 Stellungnahme von Prof. Dr. Hanns Ludwig (24.06.2006) zum Schreiben des RKI vom 17.5.2006 Human BDV infections: worldwide publications (May 2006) WR-Gutachten RKI vom 11.11.2005 Ausschnitt Projekte Letters to the Editor (J Clin Virol, abrufbar via "Science Direct") - Wolff et al - J Clin Virol 2006 Vol 36-p309-311.pdf - Flower and Ludwig - J Clin Virol 2006 Vol 36-p312-313.pdf - Wolff et al - J Clin Virol 2006 Vol 36-p314.pdf Bornavirusrisiko-Initiative Ringversuch vom 20.6.2006 Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums an Prof. A. M. Patti (Univ. Rom) vom 30.6.2006 Anwortschreiben von Prof. A. M. Patti (Univ. Rom) an Bundesgesundheitsministerium vom 26.7.2006 Schreiben von Prof. B. Norrild (Univ. Kopenhagen) an Bundesgesundheitsministerium vom 26.7.2006 "Fachwissenschaftliche Hinweise, die einen Anfangsverdacht für die Strafverfolgungsbehörden mit Bezug zu Bornavirus in Blutprodukten begründen", von Prof. Dr. Hanns Ludwig vom 12.7.2006 Schreiben von Prof. Dr. H. M. Emrich und Prof. Dr. D. Dietrich (Abt. Klinische Psychiatrie und Psychotherapie, Medizinischen Hochschule Hannover) an Dr. W. Wodarg (MdB) vom 20.7.2006 Schreiben von Dr. W. Wodarg (MdB) an DRK-Blutspendendienst Berlin-Brandenburg vom 24.7.2006 Schreiben von Dr. W. Wodarg, (MdB) an H. Knake-Werner, Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, Berlin vom 24.7.2006 Schreiben der VDW an DRK Bundesverband vom 23.7.2006 (gleichlautend an DRK Berlin - Blutspendendienst) Schreiben des DRK - Generalsekretariat - an VDW vom 15.08.2006 "Hintergrund zur Einstellung der Bornavirus-Forschung im Robert-Koch-Institut" vom 7.08.2006 Auskunfts- und Akteneinsichtsbegehren nach dem Informationsfreiheitsgesetz an das Robert-Koch-Institut (RKI) vom 10.1.2007 Antwortschreiben des RKI vom 29.1.2007 Antwortschreiben des RKI vom 19.4.2007 Bornavirus. Kontroverse um Humanpathogenität. Deutsches Ärzteblatt vom 18.5.2007 Erwiderung der VDW vom 3.7.2007 Antwortschreiben des RKI vom 4.12.2007
II. Altenpflege
Die Altenpflegerin Brigitte Heinisch hat über ihren Verfahrensbevollmächtigten Verfassungsbeschwerde gegen das - Urteil des LAG Berlin vom 28.03.2006 AZ.: 7 Sa 1884/05 sowie den - Beschluss des BAG vom 6.06. 2007 AZ.: 4AZN 487/06 eingelegt. Es geht um die Wirksamkeit der fristlosen, hilfsweise fristgerechten Kündigung ihres Arbeit-gebers vom 9.2.2005. Wir präsentieren unten eine Auswahl der relevanten Dokumente sowie das neueste fachwissenschaftliche Schrifttum zu diesem Fall.
1. Überlastungsanzeige vom 24.01.2003 2. Überlastungsanzeigevom 16.10.2004 3. Schreiben des Prozessbevollmächtigten der Beschwerdeführerin an ihre Arbeitgeberin vom 9.11.2004 4. Antwortschreiben der Arbeitgeberin vom 22.11.2004 5. Strafanzeige vom 7.12.2004 6. Flugblatt vom 27.1.2005 7. Fristlose Kündigung vom 9. 2. 2005 (hilfsweise fristgemäß zum 31. März 2005) 8. Schreiben der Arbeitgeberin ("Kündigungssachverhalt") vom 4.2.2005 an den Betriebsrat 9. Antwortschreiben des Betriebsrats vom 8. Februar 2005 10. Urteil des LAG Berlin vom 28.03.2006 Az.: 7 Sa 1884/05 11. MDK Berlin-Brandenburg, Qualitätsprüfung, Bericht v. 10.5.2006 12. Schreiben des Prozessbevollmächtigten der Beschwerdeführerin an die Staatsanwaltschaft Berlin vom 21.12.2006 - Betr. Wiederaufnahme des Verfahrens 13. Schreiben des Prozessbevollmächtigten der Beschwerdeführerin an die Staatsanwaltschaft Berlin vom 22.7.2007 - Betr. Weitere Hinweise zur Wiederaufnahme des Verfahrens 14. Dieter Deiseroth, Kündigungsschutz bei Kritik an Missständen in der Altenpflege, AuR 2007, S. 34 ff; s. dazu ferner Gerhard Binkert, Replik, AuR 2007, S. 195 ff und Dieter Deiseroth, Duplik, AuR 2007, S. 198 ff .
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