Gremien der VDW

Gremien der VDW 2017-05-12T16:16:33+00:00

Der Vorstandsvorsitzende

Prof. Dr. Dr. mult. h.c. Hartmut Graßl

Hartmut Graßl, Jahrgang 1940, ist em. Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und ehemaliger Professor der Universität Hamburg. Er übt Funktionen in verschiedenen wissenschaftlichen, wissenschaftspolitischen und wirtschaftlichen Gremien aus. Professor Graßl ist u.a. Vizepräsident des Stiftungsrates des Nansen International Environment and Remote Sensing Centre (NIERSC) in St. Petersburg (Russland), Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung (PIK), Vorstandsvorsitzender der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW), Vorsitzender des Klimarates der bayerischen Staatsregierung, Mitglied im Stiftungsrat der Münchner Rück Stiftung und im Aufsichtsrat der Scintec AG in Rottenburg bei Tübingen. Von 1992 bis 1994 sowie von 2001 bis 2004 war Professor Graßl Mitglied und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats „Globale Umweltveränderungen“ der Deutschen Bundesregierung. Er ist auch Mitglied der Jury für den Whistleblower-Preis, den die VDW und IALANA vergeben.

Der Vorstand

Prof. Dr. rer. nat. Regine Kollek

Regine Kollek studierte Biologie und Chemie in Braunschweig, Brighton und Paris und promovierte in Molekularbiologie an der Universität Würzburg. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Medical School der University of California, San Diego (1979-81) arbeitete sie am Heinrich-Pette-Institut an der Universität Hamburg (1981-84), in der Enquete-Kommission „Chancen und Risiken der Gentechnologie“ des Deutschen Bundestages in Bonn (1984-87) sowie am Hamburger Institut für Sozialforschung (1988-95). 1995 folgte der Ruf auf die Professur für Technologiefolgenabschätzung der modernen Biotechnologie in der Medizin im Forschungsschwerpunkt Biotechnik, Gesellschaft und Umwelt der Universität Hamburg. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind konzeptionelle Aspekte der Technikfolgenabschätzung und -bewertung (TA), die Durchführung von TA-Fallstudien im Bereich moderner biotechnischer und biomedizinischer Entwicklungen, sowie wissenschaftstheoretische, ‑soziologische und ethische Fragen in Biologie und Medizin. Professorin Kollek war u.a. Mitglied des Nationalen bzw. des Deutschen Ethikrates (2001-2012) sowie des International Bioethics Committee der UNESCO (2002-2010).

Dr. rer. pol. Hans-Jochen Luhmann

Hans-Jochen Luhmann, Jahrgang 1946, studierte Mathematik, Volkswirtschaftslehre und Philosophie in Hamburg, Basel und Heidelberg. Von 1974 bis 1980 war er Mitglied der Arbeitsgruppe Umwelt, Gesellschaft, Energie (AUGE) an der Universität Essen. Als Geschäftsführer war er für die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) tätig. In den achtziger Jahren leitete er die Fachabteilung „Ökonomie und Recht“ bei Fichtner Beratende Ingenieure und ab 1993 war er stellvertretender Leiter der Abteilung Klimapolitik des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Gegenwärtig ist Dr. Luhmann Senior Expert (Emeritus) am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Herausgeber der Zeitschrift „Gaia – Ökologische Perspektiven für Wissenschaft und Gesellschaft“ sowie Lehrbeauftragter im Masterstudiengang Energiemanagement der Universität Koblenz-Landau, verantwortlich für den Kurs „Internationale Klimapolitik und Emissionshandel“.

Prof. Dr. Jürgen Scheffran

Jürgen Scheffran ist Professor am Institut für Geographie der Universität Hamburg und Leiter der Forschungsgruppe Klimawandel und Sicherheit (CLISEC) in der Exzellenzinitiative „Integrierte Klimasystemanalyse und -vorhersage“ (CliSAP) des KlimaCampus Hamburg. Als Senior Research Fellow ist er zudem am Hamburger Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) tätig. Nach seiner Promotion am Fachbereich Physik an der Universität Marburg arbeitete er u.a. am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und als Gastprofessor an der Universität Paris-Sorbonne. Bevor er im August 2009 nach Hamburg kam, verbrachte er fünf Jahre an der Universität Illinois, wo er in den Fachbereichen Politikwissenschaft und Atmosphärenwissenschaften und am Zentrum für fortgeschrittene Bio-Energieforschung (CABER) aktiv war.

RA Dr. Klaus Schmid

Klaus Schmid, Jahrgang 1958,ist freiberuflicher Rechtsanwalt in Berg am Starnberger See. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist der Vorsitz von Einigungsstellen im betriebsverfassungsrechtlichen Bereich in meist großen Unternehmen/Konzernen und von Schlichtungsstellen in tarifvertraglichen Angelegenheiten sowie Mediationsverfahren. Er hält auch Vorträge und Seminare zu arbeitsrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Themen. Schmid fungierte davor (2005-2010) im Vorstand (auch als Arbeitsdirektor) der Energieunternehmen BEWAG in Berlin und HEW in Hamburg, danach als Geschäftsführer und Arbeitsdirektor bei Vattenfall Europe. Vor seinem Wechsel in die Wirtschaft war er von 1996 bis 2005 als Vorsitzender Richter in der bayerischen Arbeitsgerichtsbarkeit (auch als Ausbildungsleiter für Rechtsreferendare) und von 1988 bis 1996 insb. mit dem Zuständigkeitsbereich „Staatliche Krankenhäuser“ im bayerischen Arbeits- und Sozialministerium in München. Schmid promovierte als wissenschaftlicher Assistent im Jahr 1985 mit einer rechtshistorischen Arbeit (Duncker&Humblot) bei Prof. Dr. Peter Landau und war Mitverfasser arbeitsrechtlicher Kommentare.

Christine von Weizsäcker

Christine von Weizsäcker ist Biologin und arbeitet seit Mitte der 1970er Jahre an Fragen der Technikfolgenabschätzung. In ihren zahlreichen Publikationen trägt sie zur der wissenschaftlichen und öffentlichen Debatte zu neuen Technologien, ihrer Bewertung und Regulierung bei. Einer ihrer Schwerpunkte ist dabei die Gentechnik. Sie ist Präsidentin des europäischen Ökologie-Netzwerks Ecoropa. Als NGO-Vertreterin nimmt sie seit 1994 an den Verhandlungen der UN-Umwelt- und Nachhaltigkeitsabkommen teil, insbesondere der Übereinkunft über biologische Vielfalt und ihres Cartagena Protokolls über biologische Sicherheit.

Der Pugwash-Beauftragte

Prof. Dr. Götz Neuneck

Götz Neuneck ist stellvertretender wissenschaftlicher Direktor des Institut für Friedensforschung und Sicherheits­politik an der Universität Hamburg (IFSH) und leitet den Masterstudiengang „Peace and Security Studies“. Er ist Mitglied des Council der „Pugwash Conferences on Science and World Affairs“, Pugwash-Beauftragter der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V. und Sprecher des Arbeitskreises Physik und Abrüstung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Seine aktuellen Schwerpunkte sind Rüstungskontrollen und Abrüstung, Nuklearwaffen und Nonproliferation, Raketenabwehr und Weltraumrüstung.

Der Beiratsvorsitzende

Prof. Dr. Ulrich Bartosch

Ulrich Bartosch, Jahrgang 1960, ist Professor für Pädagogik an der Fakultät für Soziale Arbeit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Zudem ist er Schwerpunktvertreter „Interkulturelle / Internationale Sozialarbeit“ an der genannten Universität und war dort als Senator und Dekan von 2001 bis 2007 tätig. Professor Bartosch studierte Pädagogik und Politische Wissenschaft in Regensburg in Regensburg. Er promovierte zum Dr. phil. bei Prof. Dr. Iring Fetscher (Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Prof. Dr. Herfried Münkler (Humboldt-Universität Berlin) mit einer ideengeschichtlichen Arbeit zur Theorie des Friedens von Carl Friedrich von Weizsäcker. Von 2009 bis 2015 war er Vorstandsvorsitzender der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW). Er ist ein aktives Mitglied der Deutschen Pugwash-Gruppe und findet mit seinen Publikationen über politische Theorien internationales Gehör.

Der Beirat

Prof. Dr. Paula Bleckmann

Paula Bleckmann, Jahrgang 1972, studierte zunächst Biologie auf Diplom an der Universität Konstanz. Anschließend absolvierte sie in Kassel eine Fortbildung zur Waldorflehrerin und unterrichtete mehrere Jahre lang an der Integrativen Waldorfschule Emmendingen. Es folgten eine Promotion in Medienpädagogik an der Universität Bremen und eine fünfjährige Forschungstätigkeit im interdisziplinären Forschungsprojekt „Internet- und Computerspielabhängigkeit“ am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen in Hannover. 2015 erfolgte die kumulative Habilitation mit venia legendi in Gesundheitspädaogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg (Titel:„Zwischen Medienmündigkeit und Mediensucht – Computerspielabhängigkeit aus der Perspektive sozialwissenschaftlicher Suchtforschung; Theorie und Praxis der Prävention problematischer und suchtartiger Bildschirmmediennutzung“). Sie ist Gründungsmitglied und erste Vorsitzende des Vereins „MEDIA PROTECT e.V. – Familien stärken im digitalen Zeitalter“. Seit 2015 ist sie Professorin für Medienpädagogik im Fachbereich Bildungswissenschaften der Alanus Hochschule Alfter. Paula Bleckmann ist verheiratet und Mutter von drei Kindern.

Prof. Dr. Lothar Brock

Lothar Brock ist Senior-Professor an der Goethe-Universität und Gastforscher an der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, beide in Frankfurt. Er hat an der Universität des Saarlandes und der Freien Universität Berlin Politikwissenschaft, öffentliches Recht und neuere Geschichte studiert und nach zweijähriger Tätigkeit bei der Interamerikanischen Menschenrechtskommission in Washington DC seine akademische Arbeit mit einem langjährigen Engagement für den Auf- und Ausbau der Friedens- und Konfliktforschung in der Bundesrepublik Deutschland und für die kirchliche Entwicklungszusammenarbeit verbunden. In internationalen Arbeitszusammenhängen hat er sich in neuerer Zeit insbesondere mit Fragen der humanitären Intervention und der Schutzverantwortung sowie mit Ressourcenkonflikten befasst. Lothar Brock ist Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der von Willy Brandt ins Leben gerufenen Stiftung Entwicklung und Frieden.

Dr. Katrin Grüber

Seit 2001 leitet Katrin Grüber das Institut Mensch. Ethik und Wissenschaft. Sie hat am Lehrstuhl für Entwicklungsphysiologie, Universität Tübingen promoviert. Dr. Grüber war von 1990 bis 2000 Mitglied des Landtages NRW und 1995 bis 2000 Vizepräsidentin des Landtages.  Von 1995 bis 2001 war sie Lehrbeauftragte im Fach Politikwissenschaft an der Heinrich-Heine Universität in Düsseldorf sowie an der Universität Witten-Herdecke. Sie verbindet in ihrer Forschung Politikwissenschaft, Technikfolgenabschätzung und Disability Studies.

Dr. Angelika Hilbeck

Angelika Hilbeck hat an der Universität Hohenheim Agrarbiologie studiert und an der North Carolina University, Raleigh, NC, USA in Entomologie promoviert. Seit 2000 ist sie am Institut für Integrative Biologie der ETH Zürich und leitet dort die Forschungsgruppe Umweltbiosicherheit. Sie befasst sich in der Lehre und Forschung mit Fragen zu den Auswirkungen der grünen Gentechnik in der Landwirtschaft, Nahrungsmittelproduktion und Umwelt. Durch vielfältige Forschungs- und Beratungsprojekte und ihre Mitarbeit an der Implementierung des Cartagena Protokolls zur Biosicherheit der UNO, konnte sie umfassende Erfahrung in der internationalen Landwirtschaft und der Vielfalt der jeweiligen lokalen Sachzwänge der Kleinbauern machen. Aufgrund dieser Expertisen wurde sie zur Mitarbeit am Weltagrarbericht (IAASTD 2008) berufen. Sie wirkt weiterhin als Stiftungsrätin bei ‘Brot für Alle’ und ist Vorsitzende des European Networks of Scientists for Social and Environmental Responsibility (ENSSER).

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joas

Hans Joas, Jahrgang 1948, ist Ernst-Troeltsch-Honorarprofessor für Religionssoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Professor für Soziologie und Social Thought an der University of Chicago. Nach dem Studium in München und Berlin (Promotion und Habilitation an der Freien Universität Berlin 1979 bzw. 1981) und seiner Forschungstätigkeit am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin (1979-87) war er Professor für Soziologie an der Universität Erlangen-Nürnberg (1987-90), Professor für Soziologie und Nordamerikastudien an der Freien Universität Berlin (1990-2002), Max-Weber-Professor und Leiter des Max-Weber-Kollegs an der Universität Erfurt (2002-2011) und schließlich Permanent Fellow des Freiburg Institute for Advanced Studies der Universität Freiburg (2011-2014). Professor Joas ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Zu seinen hohen wissenschaftlichen Auszeichnungen zählen u.a. der Bielefelder Luhmann-Preis 2010, die Werner-Heisenberg-Medaille 2012, der Hans-Kilian-Preis 2013, sowie der Max-Planck-Forschungspreis 2015. Seine Bücher u.a. zur Geschichte der Menschenrechte, zur Soziologie der Religion und des Krieges sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Dr. Moritz Riede

Moritz Riede ist seit 2013 Associate Professor for Soft Functional Nanomaterial im Physik-Department der Universität Oxford, UK. Vor seinem Wechsel nach Oxford arbeitete er in Deutschland am Fraunhofer Institut für Solare Energiesystem ISE und der Universität Freiburg als Doktorand, und anschließend als Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Angewandte Photophysik der TU Dresden. Seine Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf organische Solarzellen, einer neuen Solarzellentechnologie, die das Potenzial zu günstigerem Strom aus der Sonne hat und einen größeren Anwendungsbereich von Solarenergie als bisher ermöglicht. Organische Solarzellen basieren auf organischen Halbleitern, d.h. der selben Materialklasse wie sie in OLED-Displays in vielen modernen Smartphones verwendet wird. Über seine Solarzellen-Forschung hinaus beschäftigt er sich mit Erneuerbaren Energien im Allgemeinen und den Herausforderungen der Energiewende sowie der besonderen Verantwortung von Wissenschaftlern gegenüber der Gesellschaft.

Frank Schmiedchen

Frank Schmiedchen ist Volks- und Betriebswirt und lehrt seit 1992 in beiden Disziplinen an unterschiedlichen Hochschulen. 1996-1999 war er Dekan des Fachbereichs KMU-Management an der Päpstlich-Katholischen Universität Ecuadors und hat die Lehre der jesuitischen Universitäten in Lateinamerika im Bereich KMU-Management koordiniert. Er ist Regierungsdirektor im Weltbankreferat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und war zuvor im BMZ für Industriepolitik und geistige Eigentumsrechte verantwortlich. 2001-2004 war er an der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der EU für die Beziehungen zu Afrika und den AKP-Staaten zuständig. Er war bereits 2002 bis 2009 Mitglied des Beirates der VDW.

Prof. Dr. Hubert Weiger

Hubert Weiger, Jahrgang 1947, ist Honorarprofessor an der Universität Kassel und Vorsitzender des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND). Er studierte Forstwirtschaft in München und Zürich, und promovierte über forsthydrologische und bodenkundliche Auswirkung von Stickstoffeinträgen in Waldökosysteme mit summa cum laude an der Universität München. Als Hochschullehrer ist er seit 1987 an der Universität Kassel tätig, von 2002 bis 2011 als Dozent ebenfalls an der Technischen Universität München. Er ist Gründungsmitglied des BUNDs und war von 1975 bis 2008 Mitglied dessen wissenschaftlichen Beirats. Er ist Mitglied in zahlreichen weiteren Institutionen, u.a. im Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung sowie in der Stiftung Ökologie und Landbau. Für seine Verdienste wurde Professor Weiger 2009 mit der Bayerischen Verfassungsmedaille in Silber und 2010 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.